Pferde / Ponys



Polly und ich (12 J.) Mein Sohn (3 J.) erste Reitversuche auf Polly Polly (37 J)
Das war die kleine Polly. Über 30 Jahre begleitete sie mein Leben.
Ich bekam als 6 jährige meine Polly. Ein kleines braunes Shetland-Pony...
Zuerst durfte ich sie pflegen: Wie ich an ihr kam:
Ich fuhr mit meinem Fahrrädchen durch die Gegend und sehe ein gelumptes etwas auf der Wiese... Polly. Ich war schon bei Tieren immer sehr hitzig, fuhr zu dem Bauer und schimpfte mit ihm wie ein Rohrspatz - er ist ein Tierquäler...Er grinste mich amüsiert an und fragte: Na, willst Du ein Pony daraus machen. Er erzählte mir Pollys Geschichte: Polly wurde von einem Wanderzirkus beschlagnahmd (die Bären dort waren wohl nur noch Skelette). Ein WB Züchter nahm sie erstmal auf - für ein Jahr, dann gab er sie dem Bauern, für die Enkel.
Doch weder Bauer noch Enkel hatten Erfahrung. ICH SCHOOOOON! (glaubte ich fest!)
Ich radelte nach Hause und bettelte, bis meine Eltern ja sagten. War ich glücklich, klaubte mein Taschengeld zusammen und erstand eine Trense für 34,--DM, Ein Halfter mit Strick für 12,--DM
und ein bischen Putzeug. Reitsachen hatte ich schon, da ich seit meinem 4. Lebensjahr schon auf Ponys durch die Gegend gewetzt bin. Ich waaaaaaaaaar SO glücklich. Wusch Polly, schnitt Mähne und Schweif erstmal ab (Sie sah wie ein Eselchen danach aus), und ritt mit ihr ohne Sattel durch die Gegend. Wir liebten uns, Polly liebte aber niemand anderen!! Ich wurde krank,
konnte 5 Wochen nicht hin, da rief die Bäuerin an, sprach mit meiner Mutter, Sylvia muß kommen, Polly trauert und frist nicht mehr. Also hin zu ihr. Polly kam schreiend angeloppiert, ich öffnete das Tor, ging in die Hocke - und Polly legte ihren rechten Vorderhuf in meinem Schoß, biß in den Reißverschluß und zog meine Jacke auf!!!!! Ich gab ihr zu fressen. Ein paar Tage später klingelte das Telefon: die Enkel waren da, die Mutter wollte Polly für die Kinder von der Wiese holen, doch Polly griff an, stieg sie an, biß sie in den Kopf bis die Frau ins Krankenhaus mußte:
Fazit: Entweder wir nehmen Polly oder Schlachter! Ich habe geheult, gefleht... Vater meinte, na wäre ein richtiges Pferd nicht sinnvoller! Doch Polly ist ein richtiges Pferd - für mich!Ich bekam Polly!!! Ich bekam einen Sattel, Longe, alles was man so braucht. Die Zeit verging im Flug: Da war die Nacht, wo Polly mit ihrer Freundin Lotti nachts einen Campingplatz besuchte, Polly öffnete die Zelte, machte sich über die Obstschalen her, so da die Leute dachten, es wären Wildschweine am Werk. Eine Dame machte sich mit Haarspray zum Kampf bereit und fand 2 Ponys fröhlich beim mampfen. Oder mein erstes Ponyflachrennen - Polly war verdammt schnell, dann wurde sie langsamer und zog meine Mitreiter am Fuß vom Pony runter - wir wurden disqualifiziert... Als ich 12 war, bekam ich eine Gig, also fuhr ich Polly-. Konnte auf ihr keinen Unterricht mehr nehmen, aber das war mir egal. Bald kam Mandy dazu, Pony Nr. 2. Doch Polly wurde nie zurück gesetzt. Wir wurden beide älter... Als mein Sohn 1,5 J. alte war, führte ich ihn auf Polly spazieren, als er 3 war, kam er auf Polly als Handpferd mit. Polly arbeite noch ein bischen im Schulbetrieb - hatte Narrenfreiheit, durfte frei rumlaufen, sie war wie ein großer Wachhund. Mit 29 J. dachte ich mir, so Polly Rente. Von wegen, Polly wollte nicht. Also Polly durfte weiter "arbeiten", dann 1 Jahr später der Schock:
Polly schwerstkrank: Cushing!!!! Sie war mehr tot als sonst was, wollte sie schon einschläfern lassen, nur der Doc sagte: Nein, wir kämpfen weiter, ob sie überlebt weiß ich nicht. Dank der für sie gefundenen Medikamente erholte sie sich rasch. Sie langweilte sich mal wieder - also wurde Gauner als Jährling gekauft. Das war ihre letzte große Liebe- Mit 37 J. lag sie in der Box,
morgens noch fit, 2 Monate vorher noch den Doc verhauen (Zahnkontrolle) -Gauner räumten wir raus, er hatte sie naß geleckt, schubste sie an... Polly ging in den Himmel.....
Es tat so weh, auch Gauner lag noch jeden morgen auf ihren Platz... Polly ich vergesse Dich NIE!




Mandy o.r., o.l.,u.r., u.r. 34 Jahre alt, mit meinem damals 12 jährigen Sohn, Mandy 25 J.
Mandy, eine Deutsche Reitponystute, ist selbt in ihrem hohen Alter noch ein Traumpony - hat ihren Pep aus jungen Jahren nicht verloren.
Wie ich zu Mandy kam. Ich fuhr mit meiner Gig - Polly davor gespannt - öfters an einem Ponyhof vorbei. Dort war es üblich, die Ponys morgens gesattelt und getrenst anzubinden und jeder der bezahlte, konnte sich ein Pony ausleihen.
Es stand ein Pferdehänger dort und herunter geholt wurde Mandy. Ich sah sie und dachte, oh man, jetzt muss das arme Tier auch als Verleihpony herhalten. 14 Tage ging es gut, dann kam Mandy immer alleine nach Hause. Dann sollte sie zur Zucht herhalten. Der Besitzer ging mit einem abgeschnittenen Stück Schlauch durch die Stallungen...
Mandy wurde immer bösartiger. Nur wenige Wochen später sollte sie wieder verladen werden - zum Schlachter. Ich war entsetzt. Wie der Blitz eilte ich nach Hause, kurze Beratschlagung und Mandy wurde gekauft.
Mandy war völlig gestört. Sie ließ sich hinter dem Widerist nicht anfassen. Sie trat dann in einer Tour aus. Hufe auskratzen - nur unter Huftritten möglich. Satteln, ja wenn ein Balken zum Schutz dazwischen war. Reiten: Quittierte sie mit Steigen.
Aber mit der Zeit und viel Geduld, vielen blauen Flecken wurde es immer besser. Ich konnte mit ihr ausreiten. Eines Tages lag dort ein Baumstamm. Ich trabte an...und auf einmal zog Mandy richtig an - sie flog über den Baumstamm. Sie konnte springen und mochte es.
Bald gingen wir erfolgreich auf Tunieren, egal ob Springen, Dressur oder Ponyspiele - Mandy machte alles mit Feuereifer mit. Auch eine Jagd im Herbst, genauso ein schöner Ausritt.
Mein Sohn startete als er größer wurde auf Turniere mit ihr, machte auf ihr Reitabzeichen bis zum kleinen Bronzenen. Auf ihr war da Verlass!
Inzwischen ist sie Rentnerin, genießt ihr Leben. Sie könnte sogar noch geritten werden, denn außer das der Kopf langsam grau wird und der Rücken ein wenig tiefer ist, ist sie kerngesund.
Aber sie hat uns soviele tolle Stunden bescherrt, sie soll einfach nur noch ihr Leben genießen!




Anjou ist eine Holsteiner Stute, inzwischen 22 Jahre alt. Wie kam sie zu uns: Wir suchten ein Pferd, was für eins, war nebensächlich. Einfach mal umsehen...
Wir schauten uns so viele Pferde an, aber der Funke war noch nicht übergesprungen. Dann sahen wir eine Anzeige eines Holsteiners Züchter in unserer Nähe, 5 jähriger Schimmelwallach war zu verkaufen.
Wir fuhren hin, testeten den Wallach, er war ja nett...aber da schaute was aus der Nachbarbox....
Ich fragte gleich, was ist mit diesem Pferd. Nein, die ist nicht zu verkaufen, sie ist gerade 4, noch roh, soll zur Zucht und an Springtunieren teilnehmen. Ich bohrte weiter, kann man sie mal rausholen, nur mal ansehen...na, ich ritt sie Probe! Dieses rohe Pferd, gut ich eierte ein bischen mit ihr durch die Halle...sogar mein damals 5 jährigen Sohn setzte ich drauf und führte ihn. Dieses Pferd hatte sofort mein vollstes Vertrauen. Ein wenig zauselig war sie, kam sie doch gerade von der Sommerweide.
Ich redete und redete - da gab der Züchter nach. Es fehlte nur noch die Ankaufsuntersuchung...dann holten wir sie: Anjou. Die Arbeit begann, longieren, einreiten usw. Erste Ausritte...sie war immer super lieb.
Dann, wir besaßen sie bereits 8 Monate, entdeckte ich ein dickes Euter! Der Tierarzt wurde gleich gerufen. Er meinte, mmmh, entweder Euterentzündung, scheinträchtig oder tragend. Die ersten beiden Dinge wurde ausgeschlossen...nun wurde sie belangt...und, sie war tragend. Der TA schätzte 7. Monat - Oh Gott - wer ist der Vater?
Also, wurde die Abfohlbox eingerichtet...ganz in Ruhe, wir hatten ja noch Zeit. Nur, 4 Wochen später - noch vorm Umzug in die Abfohlbox, lag morgens ein Fohlen in der Box: Indira.
Der TA wurde gerufen. Mutter und Fohlen wohlauf, Fohlen voll ausgreift - Anjou war wohl doch schon weiter.
So konnte der Vater von Indira ermittelt werden. Anjou wurde beim Verkäufer gedeckt - aber es hieß nicht tragend! So hatten wir two in one gekauft! Anjou wurde das Pferd meines Mannes, Indira wurde meins! (Gehören uns natürlich zusammen)
Als wir Indira mit 7 Monaten absetzten, begann Anjous Ausbildung wieder. Sie hatte nichts vergessen und konnten da anknüpfen, wo wir aufhören mussten.
Zwischenzeitlich hatte sie einen Röhrbeinbruch sowie ein Griffelbeinbruch. Beides heilte ohne Komplikationen ab.
Anjou zeigte ihre Abstammung, Springen war ihr Ding, war sie frei und stand ein Hindernis dort, sprang sie es auch mal von sich aus. Sie startete erfolgreich auf Springprüfungen. Trotzdem war sie ein tolles Ausreitpferd, sicher, cool in jeder Lebenslage.
Heute ist sie Freizeitpferd, was aber noch eine Hammerpower hat... viele Tobeinheiten prägen ihren Tag!




Wie Indira als Pferd Nr. 4 dazu kam, ist bereits bei Anjou erzählt! Indira ist eine Holsteiner Stute mit viel Willen und ist sehr ein nehmend. Als sie 7 Monate alt war, durfte sie ihr Leben in einer großen Herde genießen. Von gleichaltrigen bis Opa, Tante war alles da, der zur ihrer Erziehung Beitrug. Sie ging bei mir in die Grundschule, wie Hufe geben, striegeln, anbinden Halfter Führigkeit gehörten dazu, ansonsten einfach Kind sein. Ab dem 2.en Lebensjahr kamen Spaziergänge dazu, mal ein Handtuch auf den Rücken legen. Mit 3 einhalb longierte ich sie an - sie war so gelehrig - verstand alles auf Anhieb! Ich ließ sie mit Sattel grasen, gewöhnte sie an Gamaschen, Bandagen und die Trense kam dazu. Mit 4 Jahren begann das einreiten - auch das ging sehr einfach bei ihr! Irgendwann kam eine Freundin zu Besuch, eine versierte Reiterin, ich ließ sie Indira reiten - nun stellte sich heraus - Indira akzeptiere keine anderen Reiter - egal wen wir mal zur Probe drauf setzten - veranstaltete sie ein Rodeo! Auch ließ sie sich von anderen nicht von der Weide führen - sie stieg einfach. Warum sie das Verhalten an den Tag legte, wissen wir bisher nicht - sie war von Anfang an auch andere Menschen gewohnt. Mit 4 einhalb fing ich ein wenig das Springen an, denn wie ihre Mutter hat sie das Springgen geerbt. Mit eineinhalb Jahre sprang sie über ein Tor (150 cm), mit 2 Jahren fing sie auch mal Nachbars Kühe zu besuchen - Wir hatten den Zaun schon auf 180 cm hoch gesetzt! Sie springt wie ihre Mutter - keine Angst - voll Power. Allerdings hatte sie auch das Dressurgen, ich bildete sie bis Kl. M aus sowie beherrscht sie einige S - Lektionen. Ich kann sie - wenn sie frei auf dem Platz läuft nur durch Stimme und Körperhaltung "dirigieren" ob Seitengänge oder Piaffe - sie ist ein Traum - wenn auch eigensinnig. Sie ist sehr eifersüchtig - wehe ich kümmere mich um ein anderes Pferd zuerst als sie - das bekommt das andere noch zu spüren - von wegen Pferde haben ein Kurzzeitgedächnis! Shettys liebt sie über alles - da geht ihr Herz auf. Sie ist ein Powerpaket ohne Ende -aber auch herlich schmusig! Einfach ein Traumpferd!




Joschi ist ein 34 jähriger Isländer-Norweger Wallach. Wie ich zu ihm kam: Er kam mit Apart zu uns, da seine Besitzerin nach Amerika wollte. Erst war er nur zur Betreuung hier, aber ich verliebte mich recht schnell in ihm, so dass ich die Besitzerin überredete Joschi mir zu geben.
Joschi ist der Typ Kumpel. Er ist immer lieb, die Ruhe selbst. Er streitet nicht, ist nie schlecht gelaunt. Wenn Gauner kommt und spielen will, spielt er, kommt einer der Damen und will beknabbert werden, macht er auch das. Wenn seine Weidezeit rum ist, wartet er am Tor, dass man ihn holt. Beim Fressen setzt er ein Genießergesicht auf und kaut mir dicken Backen und verdrehten Augen sein Futter. Als Reitpony war er immer geduldig, ruhig und verlässlich. Scheuen, durchgehen - das kam bei ihm nie vor. Aber: War einer ungerecht zum ihm, dass vergaß er nie. Er buckelte nicht, biss nicht - nein - er machte es so: Er ließ denjenigen aufsteigen, aber blieb stehen, ging nicht einen Meter. Niemals und nie mehr!
Leider ist er ein Ekzemer - aber, dass ist Nebensache, bei einem solch tollem Pony. Inzwischen ist er Rentner, obwohl er noch geritten werden könnte - er ist kerngesund. Eine kleine Macke hat er ja, wenn er seinen Futtereimer leer gefressen hat - klappert er damit an der Wand rum...deswegen nennen wir ihn auch den "Knastklapperer". Doch auch er soll seinen Lebensabend genießen! Das hat der kleine Büffel einfach verdient!




Wie Apart zu uns gestossen ist, wird schon bei Joschi erzählt. Auch ihn wollte ich nicht mehr hergeben! Apart ist ein 30 jähriger Traberwallach. Er ist viele viele Jahre Rennen gelaufen, wurde dann in privater Hand verkauft. Dort wurde er Western geritten, aber nie galoppiert. Ich stellte ihn auf Englisch um, auch ließ es sich bald herlich auf ihn galoppieren. Er war ein absolutes Dressurtalent. Im Gelände absolut sicher, sehr kontrollierbar -nur Parkbänke fand er komisch! Er ist ein sehr menschen bezogenes Pferd. Sensibel, mit viel Feingefühl, er möchte immer gefallen. Seine größte "Macke": Popo kraulen! Das heißt, ist man gerade in seiner Box, und äppelt zum Beispiel ab, steht er auf einmal vor einem - seine Hinterhand vor dem Gesicht geparkt. Er verfolgt einen dann rückwärts, bis endlich seine Pobacken gekrault werden. Dann verdreht er die Augen und rüsselt mit der Nüster. Sein endloses Vertrauen erkennt man auch daran. Bei einem Ausritt wurden wir von einem Auto angefahren, da der Autofahrer (Sonntagsfahrer) uns nicht gesehen hat und uns umgefahren hat. Apart war schwer verletzt. Doch er war sehr ruhig - hatte keinen Schock! Als er wieder gesund war - dachte ich, er hat jetzt Angst vor Autos! Aber nichts. Voller Vertrauen trug er einen an Auto vorbei. Mit 28 J. schickte ich ihn in Rente. Er bekam immer mehr Senkrücken, so dass ich ihm auch mein Fliegengewicht nicht mehr zu muten wollte. Er leidet seid er bei uns ist an Spat, doch das hat ihm nie sonderliche Probleme bereitet. Zu fressen bekommt er alles in Breiform, da er viele Zähne verloren hat und die Zähne nicht mehr gemacht bekommen kann - die letzte Sedierung war sehr kritisch für ihn.
Aber trotz seines Alters - er ist immer noch ein toller und gerechter Herdenchef und gerade bei Anjou und Indira sehr beliebt! Doch manchmal ist er froh, einfach eine extra Weide mit Co zu bekommen - die ist nicht so aufdringlich!





Co ist eine 28 jährige Deutsche Reitponystute. Wie sie zu mir kam: Eine Bekannte kam eines Tages an und fragte, ob sie ihr Pony bei mir unterstellen könnte, sie hatte es gerade von dem Hof X gekauft. (einem Ponyferienhof - die sah man öfters im Galopp auf der Straße)
Ich stimmte zu. Co war sehr krank. Ein dicker Bauch aber mager - Würmer bis zur Oberkante. Die Hufwand hatte sich soweit gelöst, das man einen langen Nagel darin verschwinden lassen konnte. Mineralmangel incl. Sie war zu dem Zeitpunkt 16 J. - hatte bereits 8 Fohlen von viel zu großen Hengsten bekommen. Co erholte sich recht schnell. Die Bekannte wollte sie langsam anfangen zu reiten - nur Co war draußen ein chronischer Durchgänger - sie hatte es so gelernt! Springen: sie traf jede Stange und machte Brennholz daraus. Longieren: sie griff die Bekannte an , die dann mit einem gebrochenen Arm rum lief. Die junge Frau kam zu mir und fragte, ob ich Co geschenkt nehmen würde - sie kann es nicht, braucht was ohne Vergangenheit.
Ich stimmte zu, denn es wäre nur der Schlachter geblieben: Um es abzukürzen: Co wurde ein erstklassiges Pony: Saßen ängstliche drauf - war sie eine Schlaftablette, sobald ein guter Reiter drauf war, war sie peppig, zündete sie sofort. Sie bekam hervorragende Gänge - ihr Trab ist legendär. Springen, egal wie hoch - sie nahm alles in schönster Manier. Unerschrocken trägt sie einen durch das Gelände. Sie ist eine Lebensversicherung. Umgänglich lieb, ein Ruf ihres Namens und sie kommt! Als ich schwer erkrankte, lies ich mich von ihr durch die Gegend tragen auf ihr war und ist 100 Prozent Verlass.
Mit 25 erkrankte sie an Knochenkrebs im Maul. Wir dachten an Zahnstein, nähere Untersuchungen brachten es zu Tage: Krebs. Mit einer sehr engagierten TÄ brachten wir es zum Stoppen und es ist bis heute so. Ich stellte Co auf Gebisslos um und reite heute noch schöne Ritte mit ihr im Gelände! Hin und wieder wird noch ein wenig Dressur geritten - sie kann alles noch mit einer Leichtigkeit! Co entwickelten sich wirklich vom häßlichen Entlein zu einem Schwan.
klick drauf:





Gauner ist mein besonderes Herzblatt. Er kam zu uns, da wir für Polly einen Gesellschafter suchten (lies Polly). Wir fuhren durch die Gegend, sahen uns jede Menge Shettys an. Bis wir bei Gauner waren. Dort stand er, knapp vor seinem 1. Geburtstag und es war Liebe auf dem ersten Blick. Er war noch ein Hengst. Wir vereinbarten, das Gauner bei der Züchterin noch gelegt wird, denn Gauner sollte sein Leben in einer großen Herde genießen und natürlich für Polly da sein.
Dann war der große Tag da, wir holten ihn. Artig ging er auf dem Hänger. Artig wieder vom Hänger. Er war gleich zu Hause. Inzwischen ist er 9 J. und bringt immer frischen Wind zwischen den Oldies! Er ist ein tolles Pony - lernt schnell und gerne, ist fleißig, ein lieber Lausejunge - denn Streiche stellt er genug an! Er ist in der Herde bei allen sehr beliebt, hat fast sowas wie Narrenfreiheit! Allerdings strapaziert er etwas Joschi, mit dem will er immer spielen, nur Joschi ist bereits 34 J. Gauner ist ein super Pony, der alles mit macht, nie böse ist, immer den Schalk im Nacken. Ich habe ihn noch nie treten oder beißen sehen! Aber Power hat er, der Kleine! Für mich ist er was ganz besonderes. Wenn er so alt wird wie Polly - haben wir noch viele Jahre zusammen!




Lobster ist ein Mecklenburger Warmblut, 25 J. alt. Er kam als Scheidungsweise. Ich nahm ihn aus Mitleid - eine Influenza wurde bei ihm zu spät behandelt. Er ist schwerer Allergieker. Als er kam, japste er nach Luft, Dampfrinne war deutlich zu sehen, mager, die Hufe waren schaufeln. Alle schüttelten den Kopf - da haste Dir ja was aufgehalst bekam ich zu hören. Aber es ist so ein lieber Kerl - ein Versuch hatte er einfach verdient. Zuerst wurde er vom TA behandelt, um die schlimmste Atemnot Herr zu werden. Er wurde auf Strohmehl gestellt, Heu eingeweicht. Als es ihm ein bischen besser ging, fing ich ihn an zu entgiften und mit verschiedenen homoötoxischen Mittel zu behandeln. Zuerst ging es ihm noch schlechter, magerte noch mehr ab - das das noch möglich war! Ödeme unterm Bauch, alle 4 Beine angelaufen. Doch dann, kam der alte Rotz aus den Nüstern. Alles war voll, der Boden, die Wand, seine Beine. Ab da ging es bergauf. Bald ritt ich ihn täglich im Schritt aus, das durch lüftete die Lunge immer besser. Er litt noch unter Kotwasser. Bald bekamen wir raus, was er fressen kann und was nicht. Nach eineinhalb Jahren war Lobster ein neues Pferd. Er wurde geritten, wurde gesprungen, Ausritte gemacht (Anfangs ging er immer durch, wenn er nicht vorne war, aber auch das legte sich bald und er wurde ein sicheres Ausreitpferd. Leider bekam er vor einem Jahr wieder einen Anfall, der schnell im Griff zu bekommen war. Seit Frühjahr verschlechtert sich sein Zustand immer wieder. Die TÄ ist Dauergast bei uns. Wir wissen nicht, wie lange er es noch durch hält, die Anfälle kommen in kürzeren Abständen. Mal geht es Lobbi prächtig - dann wieder Atemnot. Einmal war es fast vor seinem Ende. Seine Lunge war zusammen gefallen. Ich wollte ihn abends erlösen, doch da stand er wieder und wieherte mir zu. Er ist so ein tolles Riesenbaby, ein wenig töffelig, aber sehr lieb und schmusig. Hoffe, dass er es packt und noch ein bisschen unter uns weilt.