Pferdeentwurmung!

Dasselfliege
Regelmäßiges entwurmen beim Pferd ist sehr wichtig. Die Tiere haben immer Würmer, man versucht nur den Wurmstatus gering zu halten. In der Natur gibt es auch Würmer beim Pferd, nur dort wandern sie über große Strecken, Fressen, ziehen weiter, so dass es ein Jahr dauern kann, bis sie wieder an diesem Grasplatz kommen. Zudem wird häufig einen Wechselbeweidung statt finden, da dort auch Wildrinder, Wildschafe durchziehen und die sogenannten Geilstellen (dort wo die Pferde koten und urinieren)- das Gras welches dort wächst - fressen. So wird der Wurmbefall automatisch gering gehalten. Wir können dazu beitragen, täglich oder spätestens nach 3 Tagen (da werden die Eier, Würmer, Larven, die ausgeschieden werden, aktiv und verbreiten sich um die Kotstellen) absammeln, die Boxen täglich misten und auch dort immer wieder die Äppelhaufen entfernen.
Selbst ein gesund wirkendes Pferd sollte nach Möglichkeit 4 mal im Jahr entwurmt werden. Zum Teil hat jede Jahreszeit ihre spezifischen Würmer, im Herbst / Winter kommt noch die Dasselfliege dazu. Wichtig ist, das der Wirkstoff regelmäßig gewechselt wird, da sonst Resistenzen entstehen können.
Wurmbefall (stark) zeichnet sich so aus: stumpfes Fell, Kolikanfälligkeit, Abmagerung trotz gutem Fressens, Blähbauch, Fohlen bleiben in der Entwicklung zurück, scheuern des Schweifes, Husten, Nasenausfluss bei Lungenwürmern (Achtung - wird oft von Eseln auf Pferden übertragen!), Durchfall
Entwurmungszyklus:
April / Mai vor Weideauftrieb: Rundwürmer
Juni / Juli während des Weideganges:Rundwürmer (evtl. Bandwürmer)
August / September: vor Ende der Weidesaison: Rundwürmer
November/Dezember: Magendasseln, Rundwürmer, (evtl. Bandwürmer)
Die Rundwürmer umfasst eine große Gruppe von Würmern!
(z.B. Lundenwürmern, Spulwürmer, kleine und große Strongolyden)
Magendasseln sind keine Würmer, es sind Fliegen, die im Spätsommer gelbe Eier an den Beinen oder Mähne bei den Tieren ablegen. Diese jucken, die Pferde knabbern dran und durch diesen Reiz schlüpfen die Larven und bohren sich durch die Schleimhäute der Pferde bis sie im Darm landen. Im Frühjahr werden sie wieder komplett ausgeschieden. Nur richten diese Dasseln großen Schaden im Darm an, sie verbeißen sich in die Darmwand, die dann nach und nach vernarbt.
Ein Pferd bekommt niemals durch eine Wurmkur eine Kolik, höchstens aus dem Resultat, denn, wenn ein Pferd stark verwurmt ist, dann entwurmt, findet im Darm ein Massensterben ab. Diese verstopfen dann den Darm, dann folgt die Kolik.