Kaninchenkrankheiten

Allergie: Augenausfluss, erschwerte Atmung, Husten, Niesen, Juckreiz, schuppige Haut, Fellverlust. Auf jeden Fall heraus finden, worauf das Kaninchen allergisch reagiert, es kann auf falsche Futtermittel, Einstreu, auch auf falsche Reiniger allergisch reagieren. Auf jeden Fall zumTierarzt um die Symptomatik abzumildern.

Augenentzündung: Symptome können sein: trübes Auge, Lichtempfindlichkeit, tränendes Auge, verschleimt, gerötet. Ursachen: Durchzug, Verletzung, Abzess im Maul, allergische Reaktion, Kaninchenschnupfen,  Encephalitozoon cuniculi (E.C. - Schiefhals). Egal welche Ursache, alles gehört in die Behandlung des Tierarztes. Selbst bei einer  "einfachen" Bindehautentzündung kann es fatal sein, wenn die falsche Salbe ins Auge eingebracht wird.

Blasen- / Nierenentzündung: häufiger Harnabsatz, feuchtes "Hinterteil", trinkt viel, evtl. Blut im Urin, (Möhren, Löwenzahn färben den Urin auch rot !). Ursache sind Bakterien, Verkühlung. Gehört auf jeden Fall in die Behandlung eines Tierarztes.

Encephalitozoon cuniculi (E.C. - Schiefhals): Kopf wird schief gehalten, Kreis drehen, wirkt orientierungslos, kippt auf die Seite, verweigert evtl. Futter und Wasser. Ursachen sind noch  nicht so bekannt, manche sagen, wenn großer Stress für das Kaninchen herrscht (z. B. Einzelhaltung, zu wenig Platz) - sicher erwiesen ist dies nicht. Gehört unbedingt in die Hände des Tierarztes, da die Krankheit oft tödlich endet.

Kaninchenschnupfen: Augenausfluss, erschwerte Atmung, verklebte und laufende Nase, niesen. Gehört in die Hände des Tierarztes, damit es nicht in einem chronischen Zustand übergeht. Es gibt eine Schutzimpfung  - die aber nur am gesunden Kaninchen vorgenommen werden sollte. Der Impfschutz wirkt nicht immer 100 %ig.

Kokzidien: Je nachdem ob der Darm und / oder die Leber befallen ist: Verstopfung oder Durchfall, aufgeblähter harter Bauch, Fressunlust, in-sich-gekehrt-sein. Auf jeden Fall zum Tierarzt. Die Krankheit verläuft sonst tödlich. Ursachen: Ansteckung über andere Kaninchen, Futtermittel oder bereits im Mutterleib übertragen.

Myxomatose: Zeigt sich durch Nasenausfluss, verklebte Augen, Ohren, Augen, Geschlechtsteile sind geschwollen. Der Tod tritt durch Verhungern und Kreislaufversagen ein. Die Krankheit wird durch Fliegen, Flöhen und Mücken übertragen. Der einzige Schutz: Impfung.

Ohrräude: Die Ohren sind innen mit einem rötlichen bis braunem Belag verschmutzt. Das Kaninchen kratzt sich oft an den Ohren, schütteln den Kopf. Entsprechende Mittel zur Behandlung gibt es beim Tierarzt. Verursacher sind Milben die über Futtermittel oder andere Kaninchen eingeschleppt werden.

Parasiten: starker Juckreiz, schuppige Haut, das Fell wie von Motten zerfressen. Läuse, Flöhe, Haarlinge, Maden (Die Madengefahr ist im Sommer besonders groß. Fliegen legen ihre Eier in schmutzige Einstreu. Eingeschleppt werden Parasiten über Einstreu, Futtermittel, neu dazu gekommende Kaninchen. Die Maden schlüpfen und fressen quasi das Kaninchen an. Hier ist tägliches reinigen der Toiletten / Einstreu das oberste Gebot!). Beim Tierarzt erhält der Besitzer das richtige Mittel zur Bekämpfung. Nicht alleine Mittel besorgen, eine falsche Dosierung kann ein Kaninchen umbringen.

RDH: Die Tiere versterben innerhalb weniger Tage, ohne das es unbedingt ein Anzeichen gegeben hat. Die Krankheit wird durch Fliegen, Mücken, Flöhe übertragen. Einziger Schutz ist eine Impfung.

Trommelsucht: aufgeblähter Bauch, hecheln. Verursacht durch zu schnelle Futterumstellung, zu nasses Futter. Grünfutter sofort entziehen, nur Heu vorsetzen. Gehört in die Behandlung des Tierarztes. Ein Kaninchen kann an Trommelsucht versterben.

Vergiftung: Apathie, zittern, speicheln, Futterverweigerung, evtl. Durchfall. Ursache, falsches Futter, Kontakt mit Reinigungsmittel. Muss sofort zum Tierarzt.

Zähne / Fehlstellung Haken: magert ab obwohl es scheinbar gut frisst, verweigert Futter, spukt evtl. wieder Futter aus. Ursachen sind zu wenig Futtermittel die den Zahnabrieb fördern. Angeborene Zahnfehlstellung. Der Tierarzt wird die Zähne korrigieren.

Verwurmung: Kaninchen nimmt ab obwohl es ausreichend frisst, Fell wird stumpf, struppig, evtl. schleimiger Kot, Durchfall. Entsprechende Wurmmittel gibt es nach der Diagnose vom Tierarzt.

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