Hundekrankheiten.

Hüftgelenkdisplasie / HD
Die HD ist eine Krankheit, die meist große und schwere Rassen betrifft. Sie sollten von der Zucht ausgeschlossen werden, da diese sich weiter vererbt.
Auch Hunde, die als Welpe oder Junghund zu viel gefordert werden, z. B. Laufen am Fahrrad erkranken oft daran! Schließlich auch alte Hunde, bei denen aus Altersgründen die Gelenke langsam verschleißen, erkranken an HD.
Diese Krankheit zeichnet sich folgender Maßen aus: Der Hund wackelt beim Laufen stark mit dem Hinterteil – es ist ein richtiges Schwanken. Er lahmt oder hat Probleme beim Aufstehen – die Hinterhand will nicht so mit.
Bei dieser Erkrankung hat der Hüftgelenkskopf keinen halt in der Gelenkspfanne. Sie rutscht hin und her oder springt sogar raus.
Es gibt mehrere Möglichkeiten der Behandlung, je nach Schweregrad. Im Anfangsstadium hilft es oft, Grüne Lippmuschel hinzu zu füttern. Bei stärkerem Verschleiß muss operiert werden, in dem ein künstlicher Gelenkskopf eingesetzt wird.
Gute Erfahrungen werden auch mit Goldimplantaten gemacht. Sonst gilt es, einen Hund mit HD sollte nicht Springen, Radfahren, viele Treppen laufen, oder plötzliche Bremsungen einlegen.
Ektoparasiten
Flöhe, Milben, Zecken, Haarlinge wie auch Läuse gehören zu den Ektoparasiten. Sie leben auf dem Hund, saugen Blut oder leben von den Hautschuppen, teilweise graben sie sich sogar in die äußere Hautschicht ein.
Sie erzeugen starken Juckreiz, so dass sich der Hund ständig kratzt knabbert und beißt. Bei nicht Behandlung kann der Hund sich selber große Wunden zufügen, da er immer wieder dabei geht. Außerdem übertragen sie teilweise gefährliche Krankheiten.
Wird es draußen milder, liegt die Temperatur mind. ab 8 Grad, ist Zeckenalarm. Sie warten im Gras oder am Wegesrand auf ihre Opfer. Lassen sich Blitz schnell auf den Hund fallen.
Dort wandern sie erst im Fell herum, bis sie eine geeignete Stelle finden, an der sie zu beißen können.
Je nach Region können die Zecken Borreliose und FSME übertragen. Deswegen nach jedem Spaziergang den Hund gut absuchen. Am besten schon von vorne rein mit einem Mittel vom Tierarzt, welches auch gleich gegen Flöhe wirkt, behandeln. Da hat die Zecke erst gar keine Chance.
Flöhe sind das ganze Jahr aktiv, wenn sie auch in der Winterszeit ruhiger werden. Doch in der gemütlich Wohnungen lässt es sich prima überleben. Kratzt sich der Hund übermäßig, mit einem Flohkamm durch das Fell gehen oder den Hund auf ein weißes Handtuch stellen und bürsten. Fallen schwarze Krümmel runter, die bei Wasserkontakt rot werden, ist es Flohkot.
Auch Flöhe gehören behandelt. Am besten vorbeugend mit einem Mittel vom Tierarzt. Doch sollte der Hund nun welche haben, ist es so, nur 10 Prozent sind auf dem Hund sichtbar, der Rest befindet sich in der Wohnung. Sollten die Flöhe überhand nehmen, springen sie irgendwann auch auf den Menschen über.
Die Wohnung sollte gleich mit behandelt werden. Auch Staubsaugen mögen Flöhe und ihre Larven gar nicht. Allerdings, muss mind. 3 Monate lang behandelt werden, da sich noch Eier in den Ritzen befinden können, die geschlüpften Larven warten nur auf den Hund!
Flöhe übertragen Bandwürmer. Nach der Behandlung muss eine Wurmkur verabreicht werden.
Es gibt verschiedene Arten von Milben. Doch alle leben gleich. Die Milbe gräbt sich in die äußere Hautschicht ein, legt dort Eier ab. Anschließend schlüpfen die Larven und gehen wieder an die Hautoberfläche.
Der Juckreiz ist enorm. Der Hund fügt sich beim Knabbern und Belecken oft starke Wunden zu, die nicht abheilen. Auch Räude entsteht durch Milben!
Die Behandlung gegen Milben ist schwierig, bis das richtig wirkende Mittel vom Tierarzt gefunden wird. Je früher die Behandlung jedoch einsetzt, umso besser!
Läuse und Haarlinge kommen beim Hund extrem selten vor.
Lipom
Viele Hunde erkranken an Tumoren.
Einmal gibt es die gutartigen Tumore. Man nennt sie Lipom. Sie wachsen langsam und sind örtlich begrenzt. Welche sind nur Schönheitsfehler, dort wo sie stören, werden sie entfernt. (Es sind eine Art Fettgeschwüre)
Magenumdrehung beim Hund
Die Magenumdrehung ist eine gefährliche und meist tödlich verlaufene Krankheit. Jeder Hund kann daran erkranken, doch gibt es besonders gefährdete Hunde:
Hunde mit tiefem Brustkorb, wie z. B. dem Boxer, sehr großen Hunde, wie Doggen, Irische Wolfshunde.
Der Magen ist nur oben, quasi an einer dünnen „Schnur“ auf gehangen. Ist er durch Futter gefüllt, kann er beim Toben, rum Springen oder beim übern Rücken rollen sich überschlagen.
Die Symptome sind: Erbrechen – allerdings später ohne Erfolg, es bleibt nur ein Würgen zurück. Versuch Kot abzusetzen, doch bald kommt nichts mehr. Der Bauch ist auf getrieben, starke Gasbildung. Durch die Gasbildung, wird der Magen noch mehr gedehnt und gedreht. Es können weitere Organe wie z. B. die Milz verschoben werden.
Eine Magenumdrehung ist immer ein Notfall und Bedarf eine sofortige Notoperation. Je mehr Zeit vergeht, sind die Überlebenschancen verschwindet gering, da an den verdrehten Stellen die Organe anfangen durch mangelnde Durchblutung abzusterben. Auch kann die Magenwand reißen.
Vermeidung einer Magenumdrehung:
Auf regelmäßige Wasseraufnahme achten, kleine Mahlzeiten, am besten auf 2 oder 3 am Tag aufgeteilt, Soja vermeiden, kein Futter zur ständigen Aufnahme bereit halten. Mindestens 1 Stunde Ruhe für den Hund nach der Fütterung.
Otitis
Wenn der Hund sich die Ohren häufig kratzt, evtl. den Kopf schräg hält, dazu noch übelriechende Belege im Ohr sind spricht man von einer Otitis. Auslöser sind meist Pilze, Parasiten (Milben), Bakterien oder ein Fremdkörper im Ohr. Häufig betrifft es Hund mit langen Schlappohren – allerdings auch Hunde mit Stehohren können betroffen sein!
Der Tierarzt wird sich den Belag unter dem Mikroskop ansehen und dann das passende Mittel zur Behandlung geben. Der Belag muss regelmäßig vorsichtig aus dem Ohr entfernt werden, anschließend kommen die Tropfen oder Salben hinein.
Wird die Krankheit nicht behandelt, kommt es zum chronischen Verlauf – die bis zur Taubheit des Hundes führen kann. Auch kann durch das ewige Schütteln und Kratzen ein Blutohr entstehen.
Tumor
Tumore treten in vielfältigsten Formen auf. Am häufigsten ist es der Prostatakrebs beim unkastrierten Rüden. Bei der unkastrierten Hündin Gesäugekrebs oder Gebärmutterkrebs.
Auch Rasse bedingte Tumore gibt es. Z. B. tritt bei Schäferhunden oft der Milztumor auf oder Boxer leiden häufig unter Hauttumoren.
Die Tumore dringen in umliegendes Gewebe / sie streuen – breiten sie über die Blutbahn sehr schnell aus.
Oft merkt man eine Schwellung die schnell wächst oder anfängt zu nässen oder/und zu bluten. Der Hund magert ab, wird manchmal ruhiger.
Je eher ein Tumor entdeckt wird, er noch nicht gestreut hat, kann er entfernt werden. Heute steht dem Hund z. B. auch die Chemotherapie zur Verfügung.