
Heute morgen - 14.06.2010 - ging ich wie immer in den Stall, um die Tiere zu füttern. Ich staunte nicht schlecht, als am Hühnerfutterplatz ein kleines Küken zwischen den anderen Hühnern und Hähnen rum rennen sah, welches erbittert piepste.
Ich nahm es in der Hand und suchte die Mama. Kein Huhn fühlte sich auch nur annähernd für das kleine Wesen zuständig. Ich suchte alles ab, den Stall, kroch auf dem Strohboden bis in den letzten Winkel - nichts.
Ich machte einen Käfig für das Küken mit Stroh, etwas Wasser und Futter fertig, stellte es mit dem Käfig in der Diele und hoffte, die Mutter wird durch das Piepsen angelockt. Nichts.
Langsam schwächelte das Küken. Es wurde immer schwächer. Es lang auf der Seite, die Augen halb geschlossen - der Schnabel aufgerissen. Ich wusste, es ging nun zu Ende.
Ein letzten Versuch startete ich noch. Ich steckte es zur der Henne mit den 14 Küken - doch die trampelten alle nur auf das arme Kleine rum. Ich holte es raus, legte es in seinem Käfig zum Sterben zurück.
Als es nun tot da lag, nahm ich es raus und warf es frustiert auf den Misthaufen. Wer war wohl die Mutter?
Ich mistete den Stall, brachte Heu nach draußen, da ich die Ponys von der Weide holen wollte - ich blieb wie vom Blitz gerührt mit meiner Schubkarre voller Heu stehen.... es piepste...ich guckte hoch...da stand ein Küken auf dem Misthaufen und piepste!
Ich traute meinen Augen nicht, das kann doch nicht das tote Küken sein?! Ich fasste meinen Mut zusammen und kletterte auf den gut 3 m hohen Misthaufen. Ich fand das Küken sofort und nahm es hoch - ich war wie vom Donner gerührt! Es war das tote Küken!!!
Sicherheitshalber suchte ich den Misthaufen noch mal ab - aber es gab kein totes mehr da oben! Der Wurf muss es zum Leben zurück geholt haben, der Misthaufen gibt zudem noch Wärme ab, so kamen seine Lebensgeister wieder. Ich war fassungslos.
Mit dem Küken in der Hand begann ich meinen Abstieg. Ratlos - was nun, eine Mama gab es immer noch nicht. Also, allerletzer Versuch. Die Henne mit den 14 Küken lief inzwischen draußen rum - also trug ich das einsame Küken dort hin. Was wohl passieren mag?
Das tolle, die Henne adoptierte das kleine Küken sofort! Nun läuft es mit seinen größeren Ziehgeschwistern herum - ist glücklich und behütet.
Ich werde berichten, wie es sich weiter entwickelt.
Das ist die Geschichte vom Küken namens Engelein.

04.07.2010

Engelein entwickelt sich prächtig - es darf mit unter der Ziehmama! Auf dem 2.en Bild ist Engelein drauf - es ist das kleinste der hier zu sehenden Küken!

23.11.2010 Engelein ist klein wie eine Amsel geblieben. Auf dem Bild sieht man es mit anderen Hühnern, die erst 6 Wochen später geschlüpft sind, den Größenunterschied. Aber es ist fit und sehr angehänglich.
30.11.2010 Engelein ist in dieser Nacht einfach für immer eingeschlafen.